RTC – Steuerhinterziehung sozial und gerecht? Mittwoch, Feb 24 2010 

Ein erfrischende Sicht der Dinge legt Kristian Niemitz auf den Tisch. Ein uns fremder Autor spricht die Gedanken unserer Mitglieder offen und unverblümt aus – Gedankenübertragung – daher ersparen wir uns den Text: Diese Worte kann man nicht besser und deutlicher Treffen:

Auszug + Link

Steuerhinterzieher haben eine wichtige soziale Funktion. Sie signalisieren dem nimmersatten Staatsapparat, dass es Grenzen beim Zugriff auf das Geld der Bürger gibt. Das ist sozial gerecht, denn wenn der Staat im Zaum gehalten wird, dann profitieren fast alle. Gäbe es keine Steuerhinterzieher, müsste man sie erfinden.

Spitze! Wir freuen uns schon auf die nächsten Aussagen von Herrn Niemitz 😉

Advertisements

RTC – Politiker als Doppelverdiener! Zum Wohle der Steuerzahler? Mittwoch, Feb 24 2010 

„Rent a Rüttgers“

Wie immer pünktlich vor irgendwelchen Wahlen – in diesem Falle die Landtagswahlen in NRW – wird wieder ein Politiker vorgeführt.

Was ist geschehen?

Herr Rüttgers wurde von seiner Partei per Werbebrief gegen Honorar verschiedenen Unternehmen als Dozent angeboten.

Dies scheint so Usus zu sein… aber eben nicht vor einem Wahlkampf!

Empörung aller Orten – Herr Rüttgers wusste von nichts.

Wie hätte er als Vortragender auch etwas davon wissen können oder sollen.

Aber—— mal ganz neutral und ohne Neid betrachtet:

Warum sollte er das nicht tun?

Wenn doch Interesse seitens der Unternehmen besteht und diese bereit sind dafür zu zahlen?

Dann nennt man das “ Angebot und Nachfrage regeln den Preis“ oder Freie Marktwirtschaft.

Als positiver Aspekt kommt hinzu, dass durch den direkten Kontakt von Politiker zu Unternehmen der realen Wirtschaft, Anregungen und neues Gedankengut in den politischen Alltag Einzug halten könnten.

Und…. so lange die Zusatzeinnahmen ordnungsgemäß versteuert werden, gibt es eigentlich keinen Anlass dagegen zu sein, Anstoß zu nehmen oder die Tätigkeit als solche zu leugnen.

Andererseits……. schauen wir uns die Entlohnung unserer Staatsdiener an.

Die Diäten sollten so angemessen sein, dass sie einer adäquaten Entlohnung eines Managers in der Wirtschaft entsprechen.

Der Sinn ist, so haben wir es jedenfalls vermittelt bekommen, dass sich eben auch kompetente Manger für ein öffentliches Amt bewerben.

Wäre eigentlich auch in Ordnung. Als Staatsbürger freut man sich über kompetente Vertretung und lässt sich diese auch was kosten.

Aber…. was wenn die beiden genannten Faktoren zusammentreffen?

Diäten und Dozentenhonorare?

Es sei ihnen gegönnt, aber auch dem Volke also uns.

Wäre es so schlimm, wenn zumindest ein Teil der Honorare als Pensionsrückstellungen für denjenigen verwendet würden?

Eine Entlastung der öffentlichen Hand würde entstehen und wir “ normalen“ Bürger würden uns über jede neue Dozentenbuchung freuen da uns dadurch reale Steuern erspart blieben.

So würden sich unsere Politker die Pensionen selbst erwirtschaften – vorbildlich!

RTC – Tricks zur Steuerflucht ? Dienstag, Feb 23 2010 

Guten Morgen,

die Allgäu-Rundschau hat gestern in einem Artikel vermeindliche Steuertricks der Reichen veröffentlicht.

Basierend auf einer Ausstellung die in Lindau präsent ist. Ehrlich gesagt: Wer so handelt begeht klare Anfängerfehler in der Steuerwirtschaft und setzt auf die Gutgläubigkeit des Finanzamts. Wir glauben das nicht ein Unternehmen das so wie in diesem Artikel beschrieben handelt – eine längere Lebenszeit als 6 Monate vom Finanzamt bekommt.. 972-US-Dollar für einen Plastikeimer?

Süß – nach der Dokumentationspflicht für Verrechnungspreise, die hier in Deutschland herrscht, sind solche Methoden gar nicht mehr möglich und würden von ungesunder Naivität zeugen. Ein Finanzbeamter der solche Daten in die Finger bekommt wird sich vermutlich Bauchschmerzen anlachen..

Zudem müsste der Unternehmer ja auch zumindest 20 Eimer kaufen damit es steuerlich wirkt (und selbst das wäre nur eine schwache Steuer-Wirkung) – dabei überschreitet die Kaufpreissumme einen Grenzwert und bei der Überweisung in Richtung Offshore-Land klingeln bei der Bank und dem Finanzamt die Alarmglocken… da ist die nächste Betriebsprüfung aber ganz schnell vor Ort.

Es ist schon interessant zu sehen wie die Presse den ungescholtenen Unternehmer zu dummen Fehlern anstachelt.

Das oben genannte Modell setzt also darauf das der Unternehmer seine Waren teuer einkauft um die Summe vom Gewinn abzuschreiben – abgesehen davon das der Eimer aus Gold und somit sehr unhandlich sein müsste, bringt diese Methode doch nichts als Ärger ein. Keine ruhige Minute könnte der hierdurch motivierte Unternehmer mehr schlafen – sagt ihm doch schon der gesunde Menschenverstand das es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Die zweite „brilliante“ Idee ist der Verkauf eines Fertighauses in Richtung Offshore-Paradies. Ah ja – wer soll denn dort der Käufer sein?

Und – haben Sie schon einmal versucht dem Finanzamt ein Verlustgeschäft plausibel zu machen? Aufwandskosten von, wir setzen mal niedrig an, 30.000 € abgerechnet zu 1,20 Dollar?

Nein nein liebe Allgäu-Rundschau bzw. lieber Aussteller – Sie würden schon die erste Immobilie beim Finanzamt nicht durchbekommen. In der heutigen Zeit würde Sie evtl. mit einem Aktienwertverlust plausibel argumentieren können 😉

Wir möchten allen Steuersparwilligen raten von solch unseriösen und selbstmörderischen „Tipps“ abstand zu nehmen – denn wo keine Substanz dahinter steht, kann solch ein Geschäft niemals funktionieren.