RTC – Bankenrun auf Sachwerte? Erste Bank in Panik! Dienstag, Feb 23 2010 

Heute erblickten wir im Rhein-Main-Gebiet ein spannendes Schild vor einer Sparkasse. Es liest sich wie ein Hilfeschrei – ein lauter Ruf nach Sachwerten – ist das die Angst vor der grossen Inflation?

Das Banken für Kunden nach Immobilien suchen – ist nichts neues, aber dieses Schild schreit nach Aufmerksamkeit, denn jedes Haus ist hier gerne gesehen… Ein, – Zwei und Mehrfamilienhäuser – fehlt nur noch die Information das an der Kasse auch Gold angenommen wird.

Die ersten Banken retten sich in Sachwerte um nicht tatenlos abzuwarten wie unser Geld wertlos wird.- wir werden das auf jeden Fall verfolgen und die Augen offen halten.

Inflation befürchtet?

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RTC – Finanzministerium rätselt über Steuerhinterziehung Dienstag, Feb 23 2010 

Sind das schon die Pläne dafür wie den Bürgern die nächsten Beitrags- und Steuererhöhungen schmackhaft gemacht werden sollen?

Das Ministerium hat sich eingehend mit der Frage beschäftigt wie die Bürger Steuern empfinden und wie es zur Steuerhinterziehung kommt. Wahnsinn – diese Fähigkeiten der Politiker das herausragend Offensichtliche zu erkennen, Hut ab…

Nachdem sich Herr Schäuble schon gestern zum Clown machte – folgt heute der Nachschlag:

„Untersuchungen zur Steuerhinterziehung haben gezeigt, dass Steuerpflichtige weniger Steuern hinterziehen, als die ökonomische Theorie vorhersagt: Viele Abgabenpflichtige messen anscheinend Steuern und weiteren Abgaben sehr wohl einen positiven Nutzen bei, solange diese Abgaben ihrem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden entsprechen und sie diese Abgaben als sinnvoll empfinden.“

Ach wirklich… da sind wir doch gleich beim Thema – Abgaben als sinnvoll empfinden – es wäre schön wenn die Abgaben mal sinnvoll eingesetzt werden würden!

Wie war das noch gleich:

  • KFZ-Steuer den Städten entziehen und damit Kindergärten und Schulen den Geldhahn abdrehen?
  • Neue Truppen nach Afghanistan um dort für Recht und Ordnung zu sorgen?

„Die Benennung einer Abgabe als „Krankenversicherungsbeitrag“ senkt im Vergleich zur Lohnsteuer die wahrgenommene Belastung durch diese Abgabe: Die Probanden scheinen eine Mehrbelastung in Höhe von 80 Euro bei der gesetzlichen Krankenversicherung nicht so stark negativ zu werten wie eine gleich hohe Mehrbelastung bei der Lohnsteuer. Demnach scheint der Begriff „Krankenversicherungsbeitrag“ im Vergleich zur Lohnsteuer positiv besetzt zu sein.“

Aha – wen will das Ministerium denn hier befragt haben? Die eigenen Reihen?

Der Begriff Krankenversicherungsbeitrag scheint im Vergleich positiv besetzt zu sein? Weiah – die Abgeordneten trauen sich wohl schon seit Monaten nicht mehr einen Blick in die Zeitungen zu werfen… wie Realitätsfern..

Aber stopp – es wird ja noch besser:

„Dabei zeigte sich, dass die gefühlten Steuersätze im Mittel niedriger sind als die tatsächlichen Grenz- und Durchschnittssteuersätze, d. h. die Probanden unterschätzen im Mittel sowohl den Durchschnittssteuersatz als auch den eigenen Grenzsteuersatz.“

„Da Grenz- und Durchschnittssteuersätze ansonsten jedoch im Mittel unterschätzt werden, bietet die fehlende Kenntnis über den tatsächlichen Verlauf des Einkommensteuertarifs keine generelle Erklärung für das hohe Belastungsgefühl.“

Soso – der eigene Steuersatz wird unterschätzt! Also waren die Befragten hier die EU-Abgeordneten mit einem persönlichen Steuersatz von 20% ?

Wow – mit solchen Fragen wird sich also beschäftigt, wie wäre es mit der Beschäftigung über einem einheitlichen Flächensteuersatz  – sodass das Gefühl für den Rest der Bevölkerung auch der Tatsache entsprechen würde?

Gedanken über Steuerhinterziehung und Steuerungerechtigkeit

Somit bleibt es wieder nur uns überlassen ob wir uns das weiterhin gefallen lassen wollen.. Wir in der Gruppe empfinden diesen Artikel des Ministeriums als blanken Hohn..

RTC – Tricks zur Steuerflucht ? Dienstag, Feb 23 2010 

Guten Morgen,

die Allgäu-Rundschau hat gestern in einem Artikel vermeindliche Steuertricks der Reichen veröffentlicht.

Basierend auf einer Ausstellung die in Lindau präsent ist. Ehrlich gesagt: Wer so handelt begeht klare Anfängerfehler in der Steuerwirtschaft und setzt auf die Gutgläubigkeit des Finanzamts. Wir glauben das nicht ein Unternehmen das so wie in diesem Artikel beschrieben handelt – eine längere Lebenszeit als 6 Monate vom Finanzamt bekommt.. 972-US-Dollar für einen Plastikeimer?

Süß – nach der Dokumentationspflicht für Verrechnungspreise, die hier in Deutschland herrscht, sind solche Methoden gar nicht mehr möglich und würden von ungesunder Naivität zeugen. Ein Finanzbeamter der solche Daten in die Finger bekommt wird sich vermutlich Bauchschmerzen anlachen..

Zudem müsste der Unternehmer ja auch zumindest 20 Eimer kaufen damit es steuerlich wirkt (und selbst das wäre nur eine schwache Steuer-Wirkung) – dabei überschreitet die Kaufpreissumme einen Grenzwert und bei der Überweisung in Richtung Offshore-Land klingeln bei der Bank und dem Finanzamt die Alarmglocken… da ist die nächste Betriebsprüfung aber ganz schnell vor Ort.

Es ist schon interessant zu sehen wie die Presse den ungescholtenen Unternehmer zu dummen Fehlern anstachelt.

Das oben genannte Modell setzt also darauf das der Unternehmer seine Waren teuer einkauft um die Summe vom Gewinn abzuschreiben – abgesehen davon das der Eimer aus Gold und somit sehr unhandlich sein müsste, bringt diese Methode doch nichts als Ärger ein. Keine ruhige Minute könnte der hierdurch motivierte Unternehmer mehr schlafen – sagt ihm doch schon der gesunde Menschenverstand das es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Die zweite „brilliante“ Idee ist der Verkauf eines Fertighauses in Richtung Offshore-Paradies. Ah ja – wer soll denn dort der Käufer sein?

Und – haben Sie schon einmal versucht dem Finanzamt ein Verlustgeschäft plausibel zu machen? Aufwandskosten von, wir setzen mal niedrig an, 30.000 € abgerechnet zu 1,20 Dollar?

Nein nein liebe Allgäu-Rundschau bzw. lieber Aussteller – Sie würden schon die erste Immobilie beim Finanzamt nicht durchbekommen. In der heutigen Zeit würde Sie evtl. mit einem Aktienwertverlust plausibel argumentieren können 😉

Wir möchten allen Steuersparwilligen raten von solch unseriösen und selbstmörderischen „Tipps“ abstand zu nehmen – denn wo keine Substanz dahinter steht, kann solch ein Geschäft niemals funktionieren.

RTC – Steuern brechen ein – Weg frei für Erhöhungen? Montag, Feb 22 2010 

Laut dem aktuellen Bericht des Bundesfinanzministeriums brachen die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8% ein.

Wir berichteten schon 8 Tage zuvor einmal das die Steuereinnahmen wegbrechen – das Jammern wird also lauter..

Für uns wenig überraschend ist der dramatische Einkommensverlust der Kommunen – durch Änderungen bei der KFZ-Steuer wodurch deren Erträge nun dem Bund und nicht mehr den Kommunen zustehen, zeigt sich dem objektiven Beobachter ein gefährliches Bild…

Der Bund entzieht den Städten und Gemeinden einer der wichtigsten Einnahmequellen und zwingt die Kommunen förmlich dazu die Gewerbesteuer anzupassen. Da kommt das scheinheilige Starkmachen von Herrn Schäuble für die Abschaffung der Gewerbesteuer einer komödiantischen Einlage sehr nahe.

Aus dieser bequemen Positions heraus, lässt sich das Problem der Steuererhöhung selbstverständlich ganz leicht auf die Kommunal/Landes-Politiker abwälzen. Schäuble spielt das selbe Spiel wie Frau Merkel oder Herr Westerwelle und beharrt auf Steuersenkungen – Medien- und Wählerstimmenwirksam.

Beinahe 60% Einnahmeeinbußen – die lassen sich nicht so weiteres wegstecken – Rufe nach einem Rettungsschirm für Kommunen wurden zuvor schon laut – jetzt wird diese Bitte noch einmal unterstrichen.

Das Gejammer und Gejaule wird uns noch bis Mai verfolgen – dann ist der Tag der Wahrheit gekommen.. die nächste Steuerschätzung liegt an und die Bundesregierung wird einsehen das die vorlauten Wahlversprechen nicht einzuhalten sind.

Danach gibt es für uns Bürger nur zwei Zukunfts-Realitäten:

a) die Politik verkündet keine Steuersenkung, wird aber im Gegenzug keine Steuern erhöhen wollen – dann wird der Schuldenberg über Inflation abgebaut ( Wahrscheinlichkeit lt. unserer Meinunng: sehr hoch )

b) die Politik verkündet eine dramatische Haushaltslage und beschwört die Bürger das eine Steuererhöhung unabwendbar sein wird… ( Wahrscheinlichkeit lt. unserer Meinunng: eher gering )

Vergessen wir dabei aber nicht das bei der Sprache über Steuererhöhungen das Wort Gewerbesteuer nicht fallen wird – die ist ja „Kommunalpolitik“ und fällt ja nicht unter die Landespolitik – da wir gerade live miterleben wie unsere Kommunen geschröpft werden, ist bei uns im Team die Wahrscheinlichkeit, das die Gewerbesteuer erhöht wird, sehr hoch eingeschätzt.

Bedeutet: Selbst wenn die Politik den Wählerstimmen-Erhaltungsweg einschlägt und offiziell keine Steuern erhöhen und die Schulden über die Inflation aussitzen  will – wird den Kommunen nichts anderes übrig bleiben und die Gewerbesteuersätze erhöhen müssen.

Armes Deutschland…


RTC – Steuergeld-Woche (22.-26.) Politik-Beschlüsse die unsere Steuergelder betreffen Montag, Feb 22 2010 

Guten Morgen Deutschlands Steuerzahler,

in dieser Woche liegen neue Termine vor bei denen es um die Ausgabe unserer Steuergelder gehen wird.

Vermerken Sie kritisch das Datum und verfolgen Sie ob die deutsche Main-Stream-Presse den sinnvollen Einsatz oder die maßlose Verschwendung unserer Steuergelder auch entsprechend würdigt.

In Zeiten der Krise dürfte es schwer fallen zu glauben dass die Ausgabe unserer Gelder zu unserem Besten ist:

Donnerstag den 25.

Regelsätze beim Arbeitslosengeld II: Ab 10.05 Uhr debattiert der Bundestag über zwei Anträge zur Mindestsicherung. Die Linksfraktion will eine bedingungslose, bedarfsdeckende Sicherung von 500 Euro monatlich für Erwachsene (17/659). Bündnis 90/Die Grünen fordern, den Regelsatz für Erwachsene auf 420 Euro zu erhöhen (17/675). Außerdem wollen die Grünen für die künftige Berechnung der Regelsätze eine unabhängige Kommission einberufen.

Die Beschlüsse betreffen uns insofern das eine Erhöhung der Regelsätze auch eine Erhöhung der Arbeitslosenversicherung nachziehen könnte – Eine Debatte über die Einführung eines Bürgergeldes wäre viel sinnvoller!… Daumen Runter

Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur: Ab 13 Uhr erörtern die Parlamentarier einen Antrag der SPD-Fraktion zum Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Darin fordern die Sozialdemokraten Maßnahmen für eine moderne Zukunftsstrategie zur Infrastrukturfinanzierung.

Zu der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung fehlen uns die Worte – wurde nicht erst vor 2 Wochen berichtet das Deutschlands Strassen schon 4-Fach vom deutschen Steuerzahler bezahlt wurden? Daumen Runter

Bundesweites Register für Kfz-Steuersünder: Wer ein Kraftfahrzeug zulassen will, soll künftig nicht mehr nur landesweit auf Steuerrückstände überprüft werden. Dafür will die Regierung eine bundesweite „Kraftfahrzeugsteuerrückständeprüfung“ schaffen. Der Entwurf zur fünften Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (17/717) wird ab 13.50 Uhr beraten.

Insofern eine vernünftige Regelung als das denjenigen die das Auto nicht finanzieren können – besser nahe gelegt werden sollte die Kosten zu senken und eine Zeit lang ohne Fahrzeug auszukommen – Schuldnerberaterisch ein echter Nutzen – Daumen Hoch

Freitag den 26.

Mehr Soldaten für Afghanistan-Einsatz: Zu Beginn der Sitzung am Freitag entscheidet der Bundestag ab 9 Uhr, ob das Bundeswehrkontingent in Afghanistan im Rahmen des ISAF-Mandats für ein Jahr auf 5.350 Soldaten anwachsen soll. Davon sind 350 Männer und Frauen als „flexible Reserve“ vorgesehen. Die Regierung hat dazu einen Antrag (17/654) vorgelegt, über den namentlich abgestimmt wird.

In Anbetracht das es nicht unser Krieg ist und die Besoldungen unserer Soldaten im Kriegseinsatz fairer Weise ansteigen – sehen wir uns dort höheren Rüstungsausgaben entgegen – kein Geld für einen Krieg den wir nicht wollten! Daumen Runter

RTC – Anonymer Goldkauf in der EU bald unmöglich? Montag, Feb 22 2010 

Die EU-Wirtschaftsbandagen schnüren die Bürger immer enger zu. Als eine Art Pilotprojekt soll in Griechenland jeglicher Bargeldverkehr über 1500 € verboten werden.

Das Verbot soll der Bekämpfung von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung dienen – nunja diese Aussage ist daher lächerlich weil Schwarzarbeiter und Steuerhinterzieher aus Prinzip ihre Tätigkeiten nicht öffentlich vollziehen.

Wenn ein Steuerhinterzieher sein Geld via Banküberweisung hinterziehen würde – könnte er sich gleich freiwillig stellen..

Also ein haltloser Vorwand um die Bürger mehr und mehr zu überwachen. Denn wenn diese Methode Schule macht – blicken wir in eine Zukunft die nicht finsterer sein könnte…

Nun müssen wir uns also schon sagen lassen wie wir unsere Geldgeschäfte tätigen – gar eine Konto-und Kreditkartenpflicht könnte man daran herbeisehen.

Liebe EU-Vertreter, es soll auch Menschen geben die nicht auf horrende Zinsen und Kontoführungsgebühren stehen… Es ist schon so schwierig und teuer genug eine Überweisung ohne Konto in Deutschland zu tätigen. Die Postbank bietet diesen Dienst für sagenhafte 8,50 € je Überweisung an – obligatorisch muss man dort zugleich den Personalausweis vorlegen und die Daten erfassen – egal um welchen Betrag es sich handelt…

Aber worauf wir hinaus wollen: Es ist in Europa erlaubt Goldkäufe bis 15.000 € anonym zu tätigen – die Gründe warum man anonym handelt, müssen gar nicht krimineller Natur sein.

Mit einer Bargeldsperre von 1500 € wird ein Goldkauf erheblich erschwert wenn nicht bald sogar unmöglich.

Dr. Marc Faber hat in einem Interview gute Gründe genannt warum man zumindest einen kleinen Teil seiner Vermögenswerte in Gold halten sollte. Nun denken wir mal soweit das der Staat durch reine Willkür den Goldbesitz verbieten würde:

Bislang bei einem Kauf unter 15.000 € kein Problem – ist ja nicht erfasst und somit nicht vorhanden.

Da nun aber die Grenze erheblich niedriger wäre und man für 15.000 € Goldanlage 10mal zu seinem Händler laufen müsste – genügen ein paar Kameras „zum Schutz der Bevölkerung“ oder vermehrter Streifeneinsatz der Polizei um einen „Goldbesitzer“ ausfindig zu machen.

Wir sollten die Situation in Griechenland genau verfolgen – denn dies wird uns ebenso blühen sobald sich unsere Finanzlage verschlechtert…

RTC – Milliarden unserer Steuergelder für Athen Montag, Feb 22 2010 

Ah ja – soziale Marktwirtschaft und gemeinschaftliches Handeln im Kreise der EU.

Die Mitgliedsstaaten der Union schnüren ein Steuergeld-Paket für Griechenland – das geholfen werden muss ist wohl unvermeidlich – der Dominoeffekt der dort investierten Banken wäre grösser als die Summe von 25 Milliarden des Rettungs-Paketes.

Logisch das dort, wo wackelnde Investments bestehen, deutsche Banken nicht fehlen dürfen..

Aber dies soll nicht das Thema sein – es geht um eine Rolle in die wir Steuer-Zahler aus Deutschland in den letzten Jahrzehnten öfters reingesteckt wurden: Wir dürfen für alles und jeden Mitbezahlen.

Europäische Einigkeit sieht also wie folgt aus: statt die Summe von 25 Milliarden „gerecht“ auf jeden der 27 Mitgliedsstaaten zu verteilen, sollen die Staaten, die grössere Anteile an der EZB halten auch mehr bezahlen.

Da wir als Mitbegründer der Union natürlich grössere Anteile als die Neulinge halten, bleiben 20% der Summe auf uns hängen. Nominal – 5 Milliarden Euro.

Es ist ja nicht so das wir nicht auch unsere Probleme im Land haben.. wo kämen wir denn hin wenn wir bei unserer bequemen Ausgangssituation nicht gleich den Bärenanteil übernehmen:

Ein unterfinanziertes Arbeitslosensystem, höhere Zuzahlungen zu den Krankenkassen, 15 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze oder geshclossene Kindergärten zeugen natürlich vom Wohlstand unserer Nation.

Alle Nationen haben mit der Krise zu kämpfen – warum sollen wir nun wieder mehr zahlen als andere? Sind wir schlechter als der Rest der EU? Sind wir die Auslöser der Krise? Haben wir Griechenlands Bilanzen gefälscht?

Wir helfen wo wir können – ist doch klar, aber warum werden wir selbst dabei über den Tisch gezogen und warum lassen unsere Politiker das auch noch mit einem Lächeln zu?

Es gab mal Zeiten das sind wir wegen Ungerechtigkeit auf die Strassen gegangen – wo ist nur unser Patriotismus hin…

RTC – Höhere Gewerbesteuer 2010? Sonntag, Feb 21 2010 

Wahnsinn – die interessantesten Geschehnisse in der Poltik scheinen aktuell am Wochenende abzulaufen. „Da bekommt die Bevölkerung das jammern nicht so mit“ – wird sich der ein oder andere Politker denken..

In den letzten Wochen waren in der faz und dem handelsblatt vermehrt Hilferufe der Kommunen zu vernehmen. Nicht nur der Staat erleidet einen Finanz-Einbruch – die Lage in den Kommunen ist noch weitaus dramatischer.

Rufe nach einem Rettungsschirm werden lauter.

Verständlich – die Aussichten auf geschlossene Kindergärten, Schwimmbäder und andere kulturelle Einrichtungen dürften die Bürger verstimmen – die eingebrochenen Kommunalfinanzen auf eine Steuererhebung lenken…

Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer das einzige Mittel der Kommunen um Steuereinnahmen zu generieren.

Obwohl Finanzminister Schäuble in Erwägung zieht die Gewerbesteuer in ihrer jetzigen Form abzuschaffen – wird die Politik die Steuerschraube anziehen müssen – egal ob diese sich nun Gewerbesteuer nennt oder nicht..

Basierend auf den Gewerbesteuereinnahmen des letzten, wirtschaftlich positiven Jahres 2006 – würde eine Erhöhung der Steuermesszahl von 3,5% auf 4,5% jährlich 10 Milliarden mehr in die Kommunalkassen spülen. Das 50Milliarden-Defizit könnte demnach in 5-6 Jahren abgebaut sein (ohne Zinsen)…

Tja verehrte Mitglieder – egal wo wir hinblicken, schreit es förmlich nach Steuererhöhungen oder versteckter Inflation.

Dennoch verbleiben etliche Stimmen die für eine Steuersenkung plädieren – die Rechnung: weniger Steuern = Wirtschaftsaufschwung = Abzahlungen der Defizite durch die Mehreinnahmen

Grundsätzlich stimmen wir dieser Annahme zu – allerdings in anbetracht dieser hochverschuldeten Situation – wird solch ein Versuch eher einem Kamikaze-Flug als einem Höhenflug gleichen.. Die Wirtschaft müsste zweistellig wachsen um die zwischenzeitlichen Einnahmebußen auszugleichen – und das etliche Jahre hintereinander…

RTC – Steuersünder wünscht Profit durch Selbstanzeige Sonntag, Feb 21 2010 

Köstlich – mit Tränen vor Lachen lesen wir das Blog eines Anwalts im Gespräch mit seinem Klienten.

Der Klient beziffert seine hinterzogenen Steuern inkl. Zinsen auf 500.000 € und fragt ob es Sinn machen würde eine Steuer-CD der Bundesrepublik anzubieten und 600.000 € zu verlangen.

Ganz der Geschäftsmann wünscht er sich dabei die 100.000 € Differenz sofort und in bar ausgezahlt zu bekommen – Humor muss man haben 😉

Anwalts-Blog

Die Idee hat was… man stelle sich nun vor das sich 150 Steuersünder zusammentun und einen Mittelsmann einschalten um durch den Verkauf der CD noch Geld zu verdienen – einfach köstlich..

RTC – Höhere Steuern für Banken in Sicht Sonntag, Feb 21 2010 

Ein für Steuerzahler in Deutschland erhellendes Signal:

In Österreich hat Kanzler Faymann die Herren der Geldschöpfung zu sich berufen um den sozialen Halt den die Banken in der Finanzkrise erhalten haben und noch erhalten – zurückzufordern.

Herr Schäuble werfen Sie doch einmal einen Blick über die Grenzen hinaus und nehmen Sie sich ein Beispiel!

Faymann will eine Steuer auf die Bilanzsumme der Banken erheben. 0,07 % scheint ihm angemessen.

Wie nicht anders zu erwarten, malen die Top-Bänker sofort den Teufel an die Wand: Diese zusätzliche Steuer-Bürde würde in Einheit mit den geplanten Eigenkapitaländerungen durch Basel-III die Kreditvergabe gefährden.

Wir konnten uns kaum halten vor lachen

a) ist die Kreditvergabe an den Verbraucher ohnehin nur an diejenigen mit sehr guter Bonität gerne gesehen – die Zielgruppe die den Kredit nötig hätte, steht sowieso nicht zur Debatte

b) 0,07 % von der Bilanzsumme sind für die Zurückzahlung von Steuergeld-Krediten eine angemessene Höhe in Anbetracht auf wessen Schultern die hohen Verluste erwirtschaftet wurden

Sehen wir uns hierzu ein deutsches Rechen-Beispiel an: Die Commerzbank erhielt 8,2 Milliarden Steuergelder vom Staat. Die Bilanzsumme 2008 beläuft sich ohne Eigenkapital&Mittel auf 847 Milliarden Euro.

Die an den Staat zu zahlende jährliche Leistung wäre demnach 592.900.000 €. In exakt 13,83 Jahren wäre die Schuld der Bank beim Steuerzahler beglichen. Wenn man bedenkt das die Bank in diesem Fall nicht wie ein normalsterblicher Bürger Zinsen für den „Kredit“ zahlt – ein faires Geschäft.

Legen wir nun den Nettogewinn der Commerzbank von einem gut laufendem Geschäftsjahr wie 2006 zu Grunde : 2,6 Mrd. Euro  – wird dieser Einschnitt zu verkraften sein.

Gleichzeitig wurden Stimmen laut aufgrund der hohen Dividendenausschüttungen der AT-Banken. Da die Debatte auch hier in Deutschland die Medien durchlaufen hat – ersparen wir uns den Kommentar und verweisen auf die gesamte Steuer-Debatte von Format-Online.

Die deutsche Politik sollte sich dieses Beispiel aus Österreich zu Herzen nehmen – sobald sich der Banken-Sektor stabilisiert hat, dürften ausnahmsweise auch mal die Banken „bluten“. Dies wäre ein schönes Zeichen an den Steuerzahler und zum Beispiel ein Grund weniger um Steuerflucht zu begehen…

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