„Rent a Rüttgers“

Wie immer pünktlich vor irgendwelchen Wahlen – in diesem Falle die Landtagswahlen in NRW – wird wieder ein Politiker vorgeführt.

Was ist geschehen?

Herr Rüttgers wurde von seiner Partei per Werbebrief gegen Honorar verschiedenen Unternehmen als Dozent angeboten.

Dies scheint so Usus zu sein… aber eben nicht vor einem Wahlkampf!

Empörung aller Orten – Herr Rüttgers wusste von nichts.

Wie hätte er als Vortragender auch etwas davon wissen können oder sollen.

Aber—— mal ganz neutral und ohne Neid betrachtet:

Warum sollte er das nicht tun?

Wenn doch Interesse seitens der Unternehmen besteht und diese bereit sind dafür zu zahlen?

Dann nennt man das “ Angebot und Nachfrage regeln den Preis“ oder Freie Marktwirtschaft.

Als positiver Aspekt kommt hinzu, dass durch den direkten Kontakt von Politiker zu Unternehmen der realen Wirtschaft, Anregungen und neues Gedankengut in den politischen Alltag Einzug halten könnten.

Und…. so lange die Zusatzeinnahmen ordnungsgemäß versteuert werden, gibt es eigentlich keinen Anlass dagegen zu sein, Anstoß zu nehmen oder die Tätigkeit als solche zu leugnen.

Andererseits……. schauen wir uns die Entlohnung unserer Staatsdiener an.

Die Diäten sollten so angemessen sein, dass sie einer adäquaten Entlohnung eines Managers in der Wirtschaft entsprechen.

Der Sinn ist, so haben wir es jedenfalls vermittelt bekommen, dass sich eben auch kompetente Manger für ein öffentliches Amt bewerben.

Wäre eigentlich auch in Ordnung. Als Staatsbürger freut man sich über kompetente Vertretung und lässt sich diese auch was kosten.

Aber…. was wenn die beiden genannten Faktoren zusammentreffen?

Diäten und Dozentenhonorare?

Es sei ihnen gegönnt, aber auch dem Volke also uns.

Wäre es so schlimm, wenn zumindest ein Teil der Honorare als Pensionsrückstellungen für denjenigen verwendet würden?

Eine Entlastung der öffentlichen Hand würde entstehen und wir “ normalen“ Bürger würden uns über jede neue Dozentenbuchung freuen da uns dadurch reale Steuern erspart blieben.

So würden sich unsere Politker die Pensionen selbst erwirtschaften – vorbildlich!

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