Guten Morgen,

die Allgäu-Rundschau hat gestern in einem Artikel vermeindliche Steuertricks der Reichen veröffentlicht.

Basierend auf einer Ausstellung die in Lindau präsent ist. Ehrlich gesagt: Wer so handelt begeht klare Anfängerfehler in der Steuerwirtschaft und setzt auf die Gutgläubigkeit des Finanzamts. Wir glauben das nicht ein Unternehmen das so wie in diesem Artikel beschrieben handelt – eine längere Lebenszeit als 6 Monate vom Finanzamt bekommt.. 972-US-Dollar für einen Plastikeimer?

Süß – nach der Dokumentationspflicht für Verrechnungspreise, die hier in Deutschland herrscht, sind solche Methoden gar nicht mehr möglich und würden von ungesunder Naivität zeugen. Ein Finanzbeamter der solche Daten in die Finger bekommt wird sich vermutlich Bauchschmerzen anlachen..

Zudem müsste der Unternehmer ja auch zumindest 20 Eimer kaufen damit es steuerlich wirkt (und selbst das wäre nur eine schwache Steuer-Wirkung) – dabei überschreitet die Kaufpreissumme einen Grenzwert und bei der Überweisung in Richtung Offshore-Land klingeln bei der Bank und dem Finanzamt die Alarmglocken… da ist die nächste Betriebsprüfung aber ganz schnell vor Ort.

Es ist schon interessant zu sehen wie die Presse den ungescholtenen Unternehmer zu dummen Fehlern anstachelt.

Das oben genannte Modell setzt also darauf das der Unternehmer seine Waren teuer einkauft um die Summe vom Gewinn abzuschreiben – abgesehen davon das der Eimer aus Gold und somit sehr unhandlich sein müsste, bringt diese Methode doch nichts als Ärger ein. Keine ruhige Minute könnte der hierdurch motivierte Unternehmer mehr schlafen – sagt ihm doch schon der gesunde Menschenverstand das es hier nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Die zweite „brilliante“ Idee ist der Verkauf eines Fertighauses in Richtung Offshore-Paradies. Ah ja – wer soll denn dort der Käufer sein?

Und – haben Sie schon einmal versucht dem Finanzamt ein Verlustgeschäft plausibel zu machen? Aufwandskosten von, wir setzen mal niedrig an, 30.000 € abgerechnet zu 1,20 Dollar?

Nein nein liebe Allgäu-Rundschau bzw. lieber Aussteller – Sie würden schon die erste Immobilie beim Finanzamt nicht durchbekommen. In der heutigen Zeit würde Sie evtl. mit einem Aktienwertverlust plausibel argumentieren können 😉

Wir möchten allen Steuersparwilligen raten von solch unseriösen und selbstmörderischen „Tipps“ abstand zu nehmen – denn wo keine Substanz dahinter steht, kann solch ein Geschäft niemals funktionieren.

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