Sind das schon die Pläne dafür wie den Bürgern die nächsten Beitrags- und Steuererhöhungen schmackhaft gemacht werden sollen?

Das Ministerium hat sich eingehend mit der Frage beschäftigt wie die Bürger Steuern empfinden und wie es zur Steuerhinterziehung kommt. Wahnsinn – diese Fähigkeiten der Politiker das herausragend Offensichtliche zu erkennen, Hut ab…

Nachdem sich Herr Schäuble schon gestern zum Clown machte – folgt heute der Nachschlag:

„Untersuchungen zur Steuerhinterziehung haben gezeigt, dass Steuerpflichtige weniger Steuern hinterziehen, als die ökonomische Theorie vorhersagt: Viele Abgabenpflichtige messen anscheinend Steuern und weiteren Abgaben sehr wohl einen positiven Nutzen bei, solange diese Abgaben ihrem persönlichen Gerechtigkeitsempfinden entsprechen und sie diese Abgaben als sinnvoll empfinden.“

Ach wirklich… da sind wir doch gleich beim Thema – Abgaben als sinnvoll empfinden – es wäre schön wenn die Abgaben mal sinnvoll eingesetzt werden würden!

Wie war das noch gleich:

  • KFZ-Steuer den Städten entziehen und damit Kindergärten und Schulen den Geldhahn abdrehen?
  • Neue Truppen nach Afghanistan um dort für Recht und Ordnung zu sorgen?

„Die Benennung einer Abgabe als „Krankenversicherungsbeitrag“ senkt im Vergleich zur Lohnsteuer die wahrgenommene Belastung durch diese Abgabe: Die Probanden scheinen eine Mehrbelastung in Höhe von 80 Euro bei der gesetzlichen Krankenversicherung nicht so stark negativ zu werten wie eine gleich hohe Mehrbelastung bei der Lohnsteuer. Demnach scheint der Begriff „Krankenversicherungsbeitrag“ im Vergleich zur Lohnsteuer positiv besetzt zu sein.“

Aha – wen will das Ministerium denn hier befragt haben? Die eigenen Reihen?

Der Begriff Krankenversicherungsbeitrag scheint im Vergleich positiv besetzt zu sein? Weiah – die Abgeordneten trauen sich wohl schon seit Monaten nicht mehr einen Blick in die Zeitungen zu werfen… wie Realitätsfern..

Aber stopp – es wird ja noch besser:

„Dabei zeigte sich, dass die gefühlten Steuersätze im Mittel niedriger sind als die tatsächlichen Grenz- und Durchschnittssteuersätze, d. h. die Probanden unterschätzen im Mittel sowohl den Durchschnittssteuersatz als auch den eigenen Grenzsteuersatz.“

„Da Grenz- und Durchschnittssteuersätze ansonsten jedoch im Mittel unterschätzt werden, bietet die fehlende Kenntnis über den tatsächlichen Verlauf des Einkommensteuertarifs keine generelle Erklärung für das hohe Belastungsgefühl.“

Soso – der eigene Steuersatz wird unterschätzt! Also waren die Befragten hier die EU-Abgeordneten mit einem persönlichen Steuersatz von 20% ?

Wow – mit solchen Fragen wird sich also beschäftigt, wie wäre es mit der Beschäftigung über einem einheitlichen Flächensteuersatz  – sodass das Gefühl für den Rest der Bevölkerung auch der Tatsache entsprechen würde?

Gedanken über Steuerhinterziehung und Steuerungerechtigkeit

Somit bleibt es wieder nur uns überlassen ob wir uns das weiterhin gefallen lassen wollen.. Wir in der Gruppe empfinden diesen Artikel des Ministeriums als blanken Hohn..

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