Ah ja – soziale Marktwirtschaft und gemeinschaftliches Handeln im Kreise der EU.

Die Mitgliedsstaaten der Union schnüren ein Steuergeld-Paket für Griechenland – das geholfen werden muss ist wohl unvermeidlich – der Dominoeffekt der dort investierten Banken wäre grösser als die Summe von 25 Milliarden des Rettungs-Paketes.

Logisch das dort, wo wackelnde Investments bestehen, deutsche Banken nicht fehlen dürfen..

Aber dies soll nicht das Thema sein – es geht um eine Rolle in die wir Steuer-Zahler aus Deutschland in den letzten Jahrzehnten öfters reingesteckt wurden: Wir dürfen für alles und jeden Mitbezahlen.

Europäische Einigkeit sieht also wie folgt aus: statt die Summe von 25 Milliarden „gerecht“ auf jeden der 27 Mitgliedsstaaten zu verteilen, sollen die Staaten, die grössere Anteile an der EZB halten auch mehr bezahlen.

Da wir als Mitbegründer der Union natürlich grössere Anteile als die Neulinge halten, bleiben 20% der Summe auf uns hängen. Nominal – 5 Milliarden Euro.

Es ist ja nicht so das wir nicht auch unsere Probleme im Land haben.. wo kämen wir denn hin wenn wir bei unserer bequemen Ausgangssituation nicht gleich den Bärenanteil übernehmen:

Ein unterfinanziertes Arbeitslosensystem, höhere Zuzahlungen zu den Krankenkassen, 15 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze oder geshclossene Kindergärten zeugen natürlich vom Wohlstand unserer Nation.

Alle Nationen haben mit der Krise zu kämpfen – warum sollen wir nun wieder mehr zahlen als andere? Sind wir schlechter als der Rest der EU? Sind wir die Auslöser der Krise? Haben wir Griechenlands Bilanzen gefälscht?

Wir helfen wo wir können – ist doch klar, aber warum werden wir selbst dabei über den Tisch gezogen und warum lassen unsere Politiker das auch noch mit einem Lächeln zu?

Es gab mal Zeiten das sind wir wegen Ungerechtigkeit auf die Strassen gegangen – wo ist nur unser Patriotismus hin…

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